Nürburg, 10. August 2015
Der F40 gehört zu den Besonderen der Autowelt: Es war der letzte Ferrari, der von Firmenchef Enzo Ferrari höchstpersönlich in Auftrag gegeben wurde. Das war im Jahr 1987, als der italienische Sportwagenhersteller sein 40-jährige Firmenjubiläum feierte. Daher stammt auch die Zahl im Namen. Und schon allein das Datenblatt machte den Mund wässrig: Der F40 wird von einem 478 PS starken 2,9-Liter-V8 in 4,1 Sekunden auf Hundert getrieben und schafft 325 km/h Spitze. Das sind auch heute sehr respektable Werte.
Neupreis: Etwa 227.000 Euro
Gebaut wurden bis Ende 1992 genau 1.315 Exemplare, die jeweils umgerechnet 227.000 Euro kosteten. Das erscheint nahezu als Schnäppchen, wenn man sich die Preise anschaut, die im August 2015 für einen F40 gefordert werden. In Internetbörsen wird derzeit eine ganze Reihe von Exemplaren angeboten, die Preisvorstellungen liegen zwischen 800.000 und 1,4 Millionen Euro.
Nigel Mansells F40 brachte 690.000 Euro
Dass für den Renner aus Maranello nicht nur viel verlangt, sondern auch viel gezahlt wird, zeigte sich bei einer Oldtimer-Versteigerung des Auktionshauses Coys am 8. August 2015 im Rahmen des AvD-Oldtimer-Grand-Prix am Nürburgring. Hier wechselte der Bolide für immense 1,12 Millionen Euro den Besitzer. Vor fast einem Jahr hatte das Auktionshaus Bonhams einen F40 versteigert, der einst dem Ex-Formel-Eins-Fahrer und -Weltmeister Nigel Mansell gehörte. Der Wagen ging damals für fast bescheidene 690.000 Euro weg – hatte allerdings auch viele Eigner und 36.000 Kilometer auf der Uhr.
7.881 Kilometer Laufleistung
Der F40, der nun am Nürburgring unter den Hammer kam, war Teil einer Privatsammlung. Er hatte nur einen Vorbesitzer und wurde gerademal 7.881 Kilometer gefahren. Er ist einer der zuletzt gebauten F40: Sein Produktionsdatum liegt im Dezember 1992, ausgeliefert wurde er am 4. Januar 1993. Das Auto wurde nur selten bewegt, der Besitzer ließ dennoch im Jahr 2010 die Sitze frisch beziehen. Dann stellte er den Supersportler in einer klimatisierten Halle ab, wo er bis Mitte 2015 schlummerte. Der erste Ausflug ging dann übrigens zur Inspektion bei “Toni Auto”, einer Ferrari-Werkstatt in Maranello. Wer den Wagen nun gekauft hat, verrät Coys nicht. Und ob er weiter im Wert steigt, ist heute noch nicht abzusehen.
(hd)
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